Donnerstag, 14. November 2013

Ein Mamut von einem Stollen.


Ich mag kein Orangeat. Und schon gar kein Zitronat. Diese beiden Zutaten sind wohl auch daran schuld, dass ich nie sonderlich Christstollen gemocht habe. Eine Chance hab ich diesem Weihnachtsgebäck im letzten Jahr aber noch geben wollen und kurzerhand selber einen Stollen gebacken. Jetzt war es wieder soweit. Zugegeben, ich bin damit schon etwas spät dran. Man soll einen Christstollen ja mindestens 2 -3 Wochen reifen lassen. Der erste Advent ist in zweieinhalb Wochen. So lange hat er nun noch Zeit...  



Zutaten für einen Christstollen ohne Orangeat und Zitronat
250 g Rosinen
75 g Korinthen
75 g Datteln (entsteint)
50 g Feigen
100 ml frischen Orangensaft
500 g Mehl
100 g Zucker
Salz
je 1/4 Tl gemahlener Kardamom und Zimt

etwas frisch geriebene Muskatnuss
250 g Butter
50 g Hefe (oder 42 g, das entspricht einem Würfel Frischhefe)
250 ml Milch
fein abgeriebene Schale von 1/2 Biozitrone
100 g geschälte, gehackte Mandeln
ca. 80 g Puderzucker zum Bestäuben


So geht's
Rosinen, Korinthen und den O-Saft in eine Schüssel geben und zugedeckt an einem kühlen Ort etwa 2 Tage ziehen lassen.

Am Backtag Mehl in eine große Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde formen. Zucker, 1 Teelöffel Salz, Gewürze und 225 g Butter (in kleinen Stücken) um die Mulde herum verteilen. Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen und in die Mehlmulde gießen. Die Milch dazu nicht zu warm werden lassen! Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Vorteig an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen. Inzwischen die eingeweichten Rosinen und Korinthen in einem Sieb gut abtropfen lassen und die Datteln und Feigen in kleine Stücke schneiden.

Die restliche Milch dann zum Vorteig in die Schüssel geben. Alle Zutaten mit den Händen gründlich verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der sich gut von den Händen löst. Falls der Teig zu klebrig ist, kann man noch etwas Mehl dazugeben bis eine schöne weiche Teigkugel entsteht. Die Zitronenschale, gehackte Mandeln und Früchte gleichmäßig unter den Teig kneten. Teig dünn mit Mehl bestäuben und abgedeckt an einem warmen Ort weitere 2 Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen etwa verdoppelt hat.

Ein Blech mit Backpapier auslegen. Teig nochmals durchkneten. Auf bemehlter Arbeitsfläche zum Stollen formen und auf das Backblech legen. Auf der mittleren Schiene in den nicht vorgeheizten Ofen schieben. Erst jetzt den Ofen einschalten und auf 175 Grad stellen. Vorsicht: Umluft ist nicht geeignet! Den Stollen ca. 60-70 Minuten backen bis er schön braun ist. Man sollte mit einem Holzstäbchen eine Garprobe machen. Einfach mit dem Stäbchen in den Stollen stechen und bleibt dann kein Teig mehr haften, den Stollen aus dem Ofen nehmen. Es kann sein, dass der Stollen etwas groß wird und aus der Form gerät. Ich finde das nicht schlimm. Er schmeckt, egal ob schlank oder Mamut!

25 g Butter schmelzen und Stollen damit einpinseln. Dick mit Puderzucker bestäuben und gut auskühlen lassen. Stollen samt Backpapier erst mehrfach in Alufolie einwickeln, dann zum Bespiel in einen großen Gefrierbeutel geben und fest verschließen. An einem kühlen Ort etwa 2 Wochen reifen lassen aber dort nicht vergessen! Meinen Eltern passiert das jedes Jahr. Dann gibt's an Ostern meistens nochmal Stollen...

Kommentare:

  1. hey, ich hab jetzt alles für den Stollen vorbereitet und werde mich morgen an die Arbeit machen und 2 Stück backen :-)
    in deinem Rezept hast du einen kleinen Tippfehler der mich verunsichert:
    du schreibst 50 Hefe!
    meinst du gramm, das wär doch ganz schön viel oder ? ich wollte einen Hefewürfel je stollen nehmen?!
    Korrigier mich, wenn ich falsch liege.... ich hab doch Stollepremiere :-)

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    1. Danke für den Hinweis!!! Das korrigiere ich mal ganz schnell. Pro Stollen solltest du einen Hefewürfel nehmen. Komischerweise sind das immer 42 -50 g. Also, wenn du einen Würfel mit 42 g hast, ist der ausreichend für einen Stollen... Viel Glück mit dem Hefeteig! Das Biest will nicht immer so wie man es sich wünscht ;)

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  2. Der Stollen ist fertig gebacken und sieht jetzt schon zum anbeißen aus. Ich bin mir nicht sicher, ob wir tatsächlich zwei Wochen Gedult haben werden, bevor wir ihn anschneiden.
    Viele grüße kristin

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